Mit einem starken Zuspruch startete der CDU-Gemeindeverband Südheide ins neue Jahr: Über 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Ehrenamt und Vereinsleben folgten der Einladung zum Neujahrsempfang im Heidehof in Hermannsburg. Die hohe Beteiligung aus allen Ortsteilen der Gemeinde unterstrich den Stellenwert der Veranstaltung als politisches Forum und Ort des Austauschs.

Eröffnet wurde der Empfang von Henrik Heesch, dem Vorsitzenden des CDU-Gemeindeverbandes Südheide. In seinem Grußwort blickte er auf das vergangene Jahr zurück und stellte zugleich die großen Herausforderungen und Chancen der kommenden Monate in den Mittelpunkt – nicht zuletzt mit Blick auf die Kommunalwahl 2026.

Im Anschluss sprach Katharina Ebeling, Bürgermeisterin der Gemeinde Südheide. Sie zeichnete ein differenziertes Bild der kommunalen Entwicklung und machte deutlich, wo Fortschritte erzielt werden konnten und wo weiterer Handlungsbedarf besteht. Besonders hob sie die EU-Förderzusage in Höhe von rund einer Million Euro für das Dorfgemeinschaftshaus und Feuerwehrhaus in Weesen hervor – ein starkes Signal für die Stärkung des Ehrenamtes und der dörflichen Infrastruktur. Auch die vertraglich gesicherte Pflege der Heidefläche in Misselhorn durch einen Schäfer sei ein wichtiger Beitrag für Naturschutz und Tourismus. Weitere Schwerpunkte ihrer Rede waren die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum sowie die wachsende Bedeutung des Zivilschutzes.

Deutlich mahnende Töne schlug anschließend Axel Flader, Landrat des Landkreises Celle, an. Er schilderte die dramatisch angespannte Haushaltslage der Kommunen und machte klar, dass diese die politischen Gestaltungsspielräume zunehmend einschränke. Gleichzeitig ordnete er die Klimaschutzziele des Landkreises ein und ging auf die kommunale Wärmeplanung ein, die für viele Gemeinden eine der zentralen Zukunftsaufgaben darstellt.

Der Landtagsabgeordnete und CDU-Kreisvorsitzende Jörn Schepelmann stellte in seinem Beitrag den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Mittelpunkt. Mit einem ausdrücklichen Dank an die zahlreichen Ehrenamtlichen würdigte er deren unverzichtbaren Einsatz. Zugleich sprach er offen über die aktuellen Herausforderungen im Schulbereich, insbesondere bei der Einführung der Ganztagsbetreuung, die Kommunen organisatorisch und finanziell stark fordere.

Den Abschluss der Redner bildete Lena Düpont, Abgeordnete des Europäischen Parlaments. Sie spannte den Bogen von der lokalen Ebene zur europäischen Politik und thematisierte Fragen der Wettbewerbsfähigkeit, den notwendigen Abbau von Bürokratie – insbesondere für landwirtschaftliche Betriebe – sowie die Auswirkungen geopolitischer Entwicklungen und des Mercosur-Abkommens auf die regionale Wirtschaft.

Der Neujahrsempfang machte deutlich, wie eng kommunale, regionale und europäische Politik miteinander verflochten sind. Zugleich bot er Raum für Gespräche und Vernetzung und setzte inhaltliche Impulse für das politische Jahr 2026 in der Gemeinde Südheide.
Text/Fotos: Sascha Hell-Hundt